30.09.2018, von Rudi Herold

Unter den Straßen von Bayreuth und auf den Spuren der Wilhelmine

Der Helfer- und Förderverein organisierte dieses Jahr einen Ausflug nach Bayreuth.

Unser diesjähriger Ausflug vom Helfer- und Förderverein führt uns nach Oberfranken, der am Roten Main liegenden Stadt Bayreuth. Bekannt ist die Stadt für die Richard-Wagner Festspiele und der im östlichen Teil der Stadt liegenden Eremitage, die Teil des Ausflugs sein wird. Über 40 Mitglieder haben sich für die Vereinsfahrt eingetragen, die einen geselligen, informativen und abwechslungsreichen Tag zusammen erleben wollen.  

Der Tag beginnt mit der Busfahrt von Schwabach nach Bayreuth. Erstes Ziel waren die Bayreuther Katakomben – die Stadt unter der Stadt. Die Katakomben sind zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert entstanden. Der genaue Grund für den Bau ist unbekannt, da in den Gewölben das ganze Jahr eine gleichbleibende Temperatur hat, eigneten sie sich hervorragend zum Brauen und Lagern von Bier, vor allem in der Anfangszeit, als das Bier noch nicht so haltbar war. Später dienten die Katakomben als Unterschlupf während des zweiten Weltkrieges. Hier entstand eine richtige Gemeinschaft mit gegenseitiger Unterstützung. Wir besuchten die Katakomben im Rahmen einer Führung, die sehr informativ und kurzweilig war. Im Anschluss wurde das köstliche Bier im Bräustüberl natürlich verkostet. Das Mittagessen musste mit einem Fußmarsch von rund 600 m zum Gasthaus "erarbeitet" werden. Hier gab es typisch deutsche Küche in großen Portionen. Gegen 14 Uhr war aber schon wieder Aufbruch – der Bus bringt uns zur Eremitage, eine große Schloss- und Parkanlage.  

Auch hier genießen wir eine sehr interessante und lehrreiche Führung durch das "Alte Schloss". Es gibt weder einen prunkvollen Aufstieg zum Schloss, noch ein Badezimmer. Das Markgrafenpaar Friedrich und Wilhelmine empfangen ihre Gäste in der “Inneren Grotte”. Die Gäste durchlaufen die Grotte, während das Marktgrafenpaar von einem Balkon hinabschaut. In der Grotte gibt es über 200 Düsen, aus denen unterschiedliche Wasserspiele dargestellt werden können - einzig das natürliche Gefälle dient als Druckquelle. Neben den üblichen Räumlichkeiten stellt ein prächtiger Saal das Highlight des Schlosses dar.  

Nach der Führung konnte die Parkanlage oder die nahegelegene Schlossgaststätte "erkundet" werden. Einige genießen die letzten sommerlichen Sonnenstrahlen im Park bei den Wasserspielen.  

Auf der Rückfahrt legten wir einen Zwischenstopp in Pegnitz ein – wir wollten noch gemeinsam Abendessen. In einem sehr schönen, urigen Lokal mit einer umfangreichen Karte lassen wir den Abend ausklingen – aufgrund von langen Wartezeiten beim Essen leider etwas länger wie geplant, aber damit konnte man sich schnell arrangieren. 

Insgesamt war es ein sehr schöner und unterhaltsamer Tag, abseits vom Dienstbetrieb und den üblichen Arbeiten. Zwischen kulinarischen, historischen und geschichtlichen Elementen war für jeden etwas dabei. Ganz besonders möchte ich mich bei Willi Rettlinger OB vom OV Gunzenhausen bedanken. Er fuhr den von ihm bereit gestellten Reisebus und ermöglichte uns diesen Ausflug.


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